Videos | Spenden | Impressum | Kontakt

Die 100% Sanktion



"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." - Zitat: Franz Müntefering, SPD. Um Arbeit ging es hier aber nie.

Und hier nun die 100% Sanktion.

Anschließend bekam ich statt Folgebescheid folgende E-Mail, nachdem der Bewilligungszeitraum um genau 4 Tage vorbei war:



4.4.2018
Betreff: Hinweis!

Hallo Herr Stefan Kopellke,
ich weise Sie darauf hin, sich nicht im Ton zu vergreifen, ansonsten werden ich entsprechende Maßnahmen einleiten. Ich erwarte das sie keine weitere E-Mails an mich versenden, da ich kein Bedürfnis verspüre weiter Kontakt mit Ihnen zu haben! Nutzen Sie Ihre Energie, um sich eine Arbeitsstelle zu suchen und somit Ihren Lebensunterhalt sicher zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Hohlbein

Integrationsfachkraft Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA)
Am Siek 18-22
59557 Lippstadt



Vorher war ich noch leistungsunfähig, nun bin ich wieder voll leistungsfähig. Der Lazarus-Effekt.

Man antwortete vorher nie auf meine E-Mails und auch nachher nie wieder. Wie soll ich da also einen Folgeantrag stellen, wozu ich ja das Recht habe?

Eine Sperrzeit von 4 Monaten ist nicht zulässig. Die E-Mail ist zudem recht beleidigend und ich war da ja nicht mehr Kunde Jobcenters. Das abschließende EKS-Blatt vergaß man auch zu schicken. Was ist eigentlich der Job von Jobvermittlern?

Und einen (zudem illegalen) Gutachtertermin kann ich mir ja nicht selber nachholen.

Hätte die Integrationsfachkraft mich aber nach SGB II für 3 Monate sanktioniert (dort sind direkte 100% Sanktionen nicht erlaubt), dann hätte sie extra für den Monat März wieder den Papierkram erledigen müssen. Dazu hatte sie keine Lust. (Das Gesicht eines Beamten möchte ich sehen, wenn der Kassierer in einem Supermarkt den großen Geldschein einfach einbehält, weil er kein passendes Wechselgeld hat und kein Bedürfnis verspürt, welches zu holen.)


Bild "Home:g_Sanktion100_I.gif"

Bild "Home:g_Sanktion100_II.gif"